Die Oberammergauer Passionsspiele sind das weltweit bekannteste Passionsspiel. In einer mehrere Stunden dauernden Aufführung stellen die Dorfbewohner von Oberammergau die letzten fünf Tage im Leben Jesu nach. Erstmals wurde das Passionsspiel 1634 als Einlösung eines Versprechens nach der überstandenen Pest aufgeführt. Von 1680 an galt ein zehnjährlicher Rhythmus.

1633 fielen 80 Einwohner von Oberammergau der Seuche zum Opfer. Daraufhin gelobten die Oberammergauer feierlich, regelmäßig ein Passionsspiel aufzuführen, wenn sie von der Pest befreit würden.
Von diesem Tag an ist kein Pesttoter mehr verzeichnet.

1674 kam es zur Erweiterung des Passionsspiels um Teile eines Weilheimer Passionsspiels von Johann Älbl. 
Oberammergau entwickelte sich damit zum Leitbild für andere Passionsspielorte. Die Bühne war ursprünglich ein einfaches Holzgerüst, im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts wurde sie mit Kulissen und Bühnentechnik ausgestattet.

 
Bildquelle: Pressestelle Passionstheater
Textquelle. wikipedia